GANSCHOWER STUTENPARADEN


TERMINE

SONNTAG 07. JULI 2019

SONNTAG 14. JULI 2019

SAMSTAG 20. JULI 2019

Die GANSCHOWER STUTENPARADEN sind einzigartig in Deutschland.
Das abwechslungsreiche Programm, mit ca. 20 Schaubildern, ist nicht nur für Pferdeliebhaber eine Augenweide. Es begeistert jährlich mehrere tausend Besucher.
Erleben Sie z.B. : Deutschlands größte Zweispännerquadrille, mit 32 angespannten Pferden, unter der Leitung von Manfred Ulrich.
Höhepunkt der Veranstaltung ist die größte freilaufende Herde, deren Anblick die Gäste in die Natürlichkeit und Freiheit Mecklenburg-Vorpommerns entführt.
Auf jeder Parade wird als Hauptgewinn ein Fohlen verlost.



Beginn des Schauprogramms ist jeweils 13.00 Uhr und Ende ca. 17.00 Uhr. In der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr können Sie in die Ställe des Gestütes schauen, parallel findet auf dem Paradeplatz eine Verkaufsveranstaltung und ein Vorprogramm statt. In unserem rustikal eingerichteten Stallcafé auf dem Hofgelände bzw. an den Verkaufsständen um den Paradeplatz können Sie sich an jedem Paradetag ausreichend versorgen.
Wir laden Sie zu einem abwechslungsreichen und sicher unvergesslichen Tag, zu uns in das Gestüt Ganschow, ein. Ihr Besuch wird sich lohnen!


KARTENRESERVIERUNG

Tel.: 038 458/ 20 226 oder gestuet-ganschow@t-online.de


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Für Gruppen ab 20 Pers. erhalten Sie 10 % Rabatt

Bereits bezahlte Karten sind vom Umtausch ausgeschlossen.


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Gestu¨t Ganschow from VIDEOTHEKE on Vimeo.



Judith Rakers: Abenteuer Pferd - Kutsche fahren

Link zur NDR Mediathek
Die Moderatorin, "Tagesschau"-Sprecherin und passionierte Reiterin Judith Rakers traut sich was: Mutig, abenteuerlustig und emotional taucht sie in ihr völlig fremde Pferdewelten ein.

In jeder der Folgen stellt sie sich einer besonderen Herausforderung: Schafft sie es mit wenigen Trainingseinheiten, ein Pferd aus dem vollen Galopp zum Stehen zu bringen? Denn das ist nur ein Punkt ihrer Kür, die sie bei Europas größtem Westernreit-Event vor zigtausend Zuschauern vorführen muss.
Pferdewirtin Ina Roters (r.) und Judith Rakers.

Wie kommt sie in der Welt der Mecklenburger Kutschfahrer klar? Bringt sie es fertig, bei der berühmten Ganschower Stutenparade in einer Quadrille einen von 16 Zweispännern zu fahren?

Und: Schafft sie es, dass ein 800 Kilogramm schwerer Kaltblüter auf ihr Kommando hin schwere Baumstämme aus dem Wald transportiert?
Hof kehren vor der Stutenparade.

Das Glück der Erde liegt für den Pferdezüchter Friedhelm Mencke direkt vor der Haustür: Zu seinem Gestüt im mecklenburgischen Ganschow gehören 270 Pferde. Pro Jahr werden hier rund 40 Fohlen geboren. Mencke selbst war zu DDR-Zeiten Lehrling auf dem Gestüt und konnte später den Hof übernehmen.

Mit der alljährlichen Stutenparade im Juli ist Ganschow über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt geworden. Einst entstanden aus purem "Überlebenskampf", ist das abwechslungsreiche Programm mit etwa 20 Schaubildern mittlerweile nicht nur für Pferdeliebhaber eine Augenweide. Es begeistert jährlich mehrere Tausend Besucher.
Judith Rakers mit Trainerin und Pferdewirtin Ina Roters.

Judith Rakers taucht tief in das Leben auf dem Hof ein, packt mit an, lernt die Menschen, die Pferde und die Gepflogenheiten kennen, hemdsärmelig, anpackend, emotional. Sie bekommt hautnah die Aufregung, die Anspannung, die Aufbauten für das Riesenevent mit. Und vor allem: Sie wird selbst viele Trainingsstunden auf dem Kutschbock absolvieren, bis der Chef entscheidet: Darf die Moderatorin bei seinem neuen Schaubild, einer Quadrille von 16 Zweispännern, mitmachen? Hat sie das Zeug dazu oder wird er kurz vor der Show entscheiden: Nein, zu gefährlich für Judith Rakers und alle anderen?



Fast 3.500 begeisterte Besucher bei der 2. Stutenparade in Ganschow
(Ganschow) Wir waren wegen anderer terminlicher Verpflichtungen längere Zeit nicht bei den Ganschower Stutenparaden. Am 15. Juli klappte es. Mit drei unserer Enkel fuhren wir nach Ganschow und alle waren begeistert. Rundum alles voller Menschen, die überdachte Tribüne rappeldicke voll. Unser 16-jähriger Enkel schätzte die Besucherzahl auf 3.500, nachdem Antje Kerber (Geschäftsführerin des Landgestüts Redefin), die neben uns saß, ihn fragte, wie hoch er die Besucherzahl schätze.
„Fischi“, der Tenor Stephan Fischer, war auch dabei und lieferte das 1. Bild mit Trompetenklängen während dessen der 4jähr. Ganschower Trakehner Hengst Karlson (v.Dramatiker) das Areal des Paradeplatzes im gestreckten Galopp in Beschlag nahm. Mit einem bunten Eröffnungsbild, gestaltet von Reitern, Kindern und Gespannen verschiedenster Couleur, ging es weiter, währenddessen Gestütsleiter Friedhelm Mencke die Besucher begrüßte. Nicht nur schneeweiß gekleidet, auch mit schneeweißem Haar kam er daher. Daran hat sicher auch die Treuhand in den Wendejahren einen Anteil, die ihm wenige Tage vor der Privatisierung des Gestüts noch schnell mal 20 der besten Pferde aus dem Stall holten, ohne dass Familie Mencke Einspruchsmöglichkeiten hatte. Wenn Friedhelm Mencke an diese Tage zurück denkt, treibt es ihm noch heute die Zornesröte ist Gesicht und Alle können ihn verstehen.
Familie Mencke hat es mit ihren treuesten Mitarbeitern dennoch geschafft, das Gestüt umzubauen und in die Wirtschaftlichkeit zu bringen. Dass verdient größten Respekt, vor allem weil es sehr hart war, noch hart ist. Wenn man daran denkt und gegenwärtig die Stutenparaden Revue passieren lässt, kommt einem unwillkürlich in den Sinn, dass es ein Frevel gewesen wäre, wenn die Treuhand, bei der so viele unredliche Akteure am Werk waren, das Sagen behalten hätte, die das Gestüt am liebsten zerschlagen gesehen hätte.
In 19 Bildern wurde den Besuchern die Vielfalt der Möglichkeiten im Umgang mit Pferden vor Augen geführt. Zuchtbilder lösten sich mit rasanten Darbietungen und sinnlichen Vorstellungen die ans Herz gingen ab, die so manchem Besucher, so auch mir, die eine oder andere Träne ins Gesicht trieb. Die Bilder waren sicher nicht alle perfekt, aber wer will das schon wenn man das große Ganze sieht. Es wurde dokumentiert, wie schön Pferde im allgemeinen, wenn man sie denn mag, und im Verbund mit der Natur im speziellen sind, und wie schön das Leben im Umgang mit den Geschöpfen sein kann.
Es waren jedenfalls Stunden des Glücksgefühls die das Ganschower Team mit seinen mehr als 160 Helfern den Besuchern bescherten. Wenn man bedenkt, dass das Gestüt nur noch rund 12 feste Mitarbeiter zählt, ein Beweis dafür, wie sich die Menschen mit ihm identifizieren und verbünden.
In diesem Jahr nimmt bei den Paraden die Erinnerung an den Weltrekord mit 25 Pferden vor einem Wagen aus dem Jahre 1998 einen festen Platz ein, der 1990 Eingang in das Buch der Rekorde fand. 25 Pferde an der Hand und in der Formation dieses damaligen gigantischen Mehrspänners sollten das dokumentieren. Auch die vier Fünferzüge sollten daran erinnern. Und als nach einer Karambolage im Gespann von Ina Rother, die neu dabei war, die Wacht zerbrach, schnell wieder ersetzt war und die Fahrerin anschließend weiterfahren konnte, jubelten die Besucher. So eine Show ist nun mal live und niemand erwartet Perfektion.
Zurecht mit Stolz stellte das Gestüt unter Leitung von Junior- und Ausbildungschef René Mencke junge bewegungsstarke Pferde des Gestüts vor und verwies auf die gegenwärtigen Erfolge im Dressursport, die vor allem Renés Ehefrau Libuse Mencke Woche für Woche, teilweise bis Grand Prix, auf den Turnierplätzen erzielt. Dazu gehören der elfjährige Mecklenburger Wallach Syrio (v. Sancisco), der siebenjährige gekörte Trakehner Hengst Glücksruf II (v. Dramatiker/T.), der sechsjährige Mecklenburger Hengst Sandokan (v. Surprice), der fünfjährige Mecklenburger Nachwuchshengst Dornkönig (v. Dramatiker/T.), der vierjährige Mecklenburger Hengst Silberglanz (v. Sir Galanto I), die dreijährige Landeschampioness Bavalou (v. Belantis), um einige zu nennen. Alles Botschafter des Gestütes Ganschow.
Tolle Fohlen von den Hengsten Donauschall (Mecklenburger v. Destano), der 2015 in Redefin gekört wurde und dem Trakehner Goldschmidt (v. Biotop) waren zu sehen, den Friedhelm Mencke als den „vierbeinigen Chef des Gestütes“ vorstellte.
Besonders ans Herz und von Friedhelm Mencke mit seinen unverwechselbaren Worten gut in Szene gesetzt, die Geschichte um das Fohlen Glücksjunge. Der kleine Hengst verlor wenige Tage nach der Geburt seine Mutter und zunächst wollte ihn keine Ammenstute annehmen. Dann aber doch das große Glück, dass eine Stute, die ein Stutfohlen führte Glücksjunge saugen ließ. Aber dann wurde das Stutfohlen eifersüchtig und die Mitarbeiter mussten erneut alle Künste aufbieten, um es schlussendlich doch zu einem guten Abschluss zu bringen. Jetzt präsentierten sich die zwei mit ihrer Mutter wie Zwillinge und ein Fohlenleben konnte erhalten bleiben. Eine tolle und eher seltene Geschichte!
Beeindruckend war der Zehnerzug den Tom Brodersen von der Insel Rügen und Jörg Bluhm mit Rheinisch Deutschen Kaltblütern vorstellte. Auch das Bild mit dem Vierspänner das auf einem Sattelzug angespannt wurde, von Ina Rother, ohne dass auch nur einer der vier Schimmel zögerte, im Trab rauf und runter gefahren wurde, später sogar in Einhorn-Anspannung erschien, begeisterte die Menschen.
Von allen Bildern gehörte jedoch die größte deutsche Zweispännerquadrille zu den attraktivsten und hinterließ die meisten Eindrücke. Noch dazu weil die Quadrillenformationen unter Leitung von Anke Ulrich so hervorragend klappten. 16 Gespanne so zu koordinieren wie geschehen ruft Respekt und Bewunderung hervor. Man kann sich nicht satt genug daran sehen. Der Atem stockte den Besuchern, als die „wildesten Frauen“ mit ihren Pferden auf den Platz galoppierten. Viele haben die Show unter Leitung von Karina Vandersee aus Neu Poserin zwar schon gesehen, z.B. bei der „Pferd“ in Mühlengeez. Aber die Rasanz und Waghalsigkeit ist immer wieder beeindruckend und das Vertrauen der Damen zu ihren Pferden grenzenlos. Auf, neben, unter hinter oder stehend auf dem Pferd in fast mörderischem Galopp, es war beeindruckend, wenn sicher auch nicht ganz ungefährlich.
Eine Premiere lieferte noch Tenor Stephan Fischer, der erstmals mit seiner kleinen Tochter Friederike-Charlott gemeinsam auftrat und sang, in dem beide über die ganze Länge des Platzes aufeinander zugingen. Alle fragten sich was später das Bild Helene - Fischer bedeuten sollte. Da hatte sich „Fischi“ doch in die Rheinisch Deutsche Kaltblutstute Helene verliebt und das auf der Stute in der ihm eigenen Art zum Ausdruck gebracht. Den Vorsatz „Ich wollte schon immer mal auf Helene reiten“ hat er unter dem Schmunzeln der Besucher in die Tat umgesetzt.
Nachdem auch das Verlosungsfohlen und weitere Gewinne an den Mann oder an die Frau gebracht waren - das Finale und der Höhepunkt der Show. Die freilaufende Herde. Emotional begleitet von Friedhelm Mencke rasten die 40 bis 50 Pferde der Umzäunung entlang im gestreckten Galopp auf dem Paradeplatz Runde um Runde. Die Würdigung des ehemaligen Gestütes in Trakehnen, mit den besten Pferden der Welt, in jedem Wort und mit geschwollenen Adern hinausgeschriehen, das durch den 2. Weltkrieg ein jähes Ende fand, geht immer wieder ans Herz. Keiner kann das so rüberbringen wie Friedhelm Mencke, der den Pferden mit der doppelten Elchschaufel auf dem linken Hinterschenkel, die zu DDR-Zeiten als Genreserve in Ganschow eine Heimat hatten und auch heute noch fester Bestandteil des Gestütes Ganschow sind, auf besondere Art und Weise verbunden ist. Wenn die Herde dann hinauszieht und am Horizont der großen Weiden neben dem Paradeplatz wieder auftaucht, zieht wieder Ruhe ein. Eine vierstündige Show mit den Mitgeschöpfen Pferd geht damit zu Ende. (Franz Wego)



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